Slowmotion-Übung

Slowmotion-Übung

​Bei Kulmine on Tour wundern sich Frauen manchmal darüber, wie einfach die Übungen sind, die Petra vermittelt. Aber wie gut kann man sich komplexe Übungen merken und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sie in den Alltag mitnimmt?
Alle, die schon einmal Kurse oder Bewegungsarten gemacht haben, werden diese Frage beantworten können. Und sicherlich ganz unterschiedlich!

Für mich war aber durch all die Jahre immer wieder deutlich: Mit in meinen Alltag nehme ich genau diese kleinen feinen und dabei immer wieder so überraschend wirksamen Übungen. 

Zum Beispiel die folgende, in der es noch mal um die Stille geht und wie man diese üben kann. 

Heute kannst du Stille üben, indem du immer wieder Dinge, die du tust, mal wesentlich langsamer, mal wesentlich schneller machst.
Das können ganz einfache Aktivitäten, wie Gehen, Putzen, Duschen usw. sein.
Wenn du ungestört bist, gehe in deinem Zimmer, oder draußen, für 10 oder mehr Minuten im Zeitlupentempo, so langsam wie du kannst.
Zum Schluss stell dich eine Weile mit geschlossenen Augen hin und spüre den Unterschied zu vorher.
Wenn du dir Momente der Stille und Langsamkeit geschenkt hast, kann es sein, dass du sogar die Menschen um dich herum etwas anders, ein bisschen wie neu, wahrnimmst.
 

Wir freuen uns über Berichte mit deinen Erfahrungen. 

Anmerkung: Wenn du es gewohnt bist, Sachen sehr langsam zu machen, dann dreh die Übung einfach um und spiele mit verschiedenen Geschwindigkeiten!


Tagebuch einer Kulmine-Anfängerin Teil 1
Kleine Pause für den Kulmine-Blog
 

Kommentare 4

Gäste - Andrea Siedler am Sonntag, 25. Juni 2017 11:22

Das ist eine tolle Idee. Mein Alltag ist geprägt von "schnell..schnell.." Ich pflege seit 13 Jahren meine jetzt 98 1/2jahrige Großmutter (*1919) zuhause und in den letzten Wochen baut sie sehr stark ab. Ich bin sehr ungeduldig gewesen und wollte alles weiter im gewohnten Tempo erledigen: Aufstehen, Waschen, Zähneputzen, Anziehen, Essen... Aber meine Omi hat mit fast 100 Jahren jetzt ein anderes Tempo. Ich kann mir nun selber Stress machen oder mein Tempo verlangsamen, an ihres anpassen. Langsam Schritt für Schritt gehen, ganz langsam den Löffel führen, ganz lange das Essen mümmeln, mit viel Zeit. Selbst den Kopf dreht sie langsam. Warum nicht einfach mal selber entspannt wie in Zeitlupe sich bewegen? Dann hat man viel Zeit zum Wahrnehmen. Meine Omi ist wie eine weise schöne uralte Schildkröte, die bewegen sich auch ganz langsam. Haben alle Zeit der Welt. Denn nichts ist wichtiger als der Moment.

Das ist eine tolle Idee. Mein Alltag ist geprägt von "schnell..schnell.." Ich pflege seit 13 Jahren meine jetzt 98 1/2jahrige Großmutter (*1919) zuhause und in den letzten Wochen baut sie sehr stark ab. Ich bin sehr ungeduldig gewesen und wollte alles weiter im gewohnten Tempo erledigen: Aufstehen, Waschen, Zähneputzen, Anziehen, Essen... Aber meine Omi hat mit fast 100 Jahren jetzt ein anderes Tempo. Ich kann mir nun selber Stress machen oder mein Tempo verlangsamen, an ihres anpassen. Langsam Schritt für Schritt gehen, ganz langsam den Löffel führen, ganz lange das Essen mümmeln, mit viel Zeit. Selbst den Kopf dreht sie langsam. Warum nicht einfach mal selber entspannt wie in Zeitlupe sich bewegen? Dann hat man viel Zeit zum Wahrnehmen. Meine Omi ist wie eine weise schöne uralte Schildkröte, die bewegen sich auch ganz langsam. Haben alle Zeit der Welt. Denn nichts ist wichtiger als der Moment.
Gäste - Lara am Sonntag, 25. Juni 2017 20:15

Liebe Andrea,
wie du über deine Omi schreibst, hat mich auch sehr berührt. Meine Omi ist vor ca. 4 Jahren gestorben und in einer Zeit, wo ich an vielen Fronten (innerlich) stark gekämpft habe, hat sie mir ein wunderbares Geschenk gemacht, dass ich sie dabei begleiten durfte. Sie wurde auch ganz langsam und ruhig und ihr Leben zog immer kleinere Kreise. Im Endeffekt ist das Leben doch wie eine Glocke, anfangs sind die Kreise klein, wenn man ein Baby ist, dann dehnen sie sich aus, nehmen mehr und mehr Menschen und Aufgaben hinzu. Und mit dem Alter kommt man wieder mehr bei sich an.
Deiner Omi und dir von Herzen alles Gute beim gemeinsamen Wachsen miteinander.

Liebe Andrea, wie du über deine Omi schreibst, hat mich auch sehr berührt. Meine Omi ist vor ca. 4 Jahren gestorben und in einer Zeit, wo ich an vielen Fronten (innerlich) stark gekämpft habe, hat sie mir ein wunderbares Geschenk gemacht, dass ich sie dabei begleiten durfte. Sie wurde auch ganz langsam und ruhig und ihr Leben zog immer kleinere Kreise. Im Endeffekt ist das Leben doch wie eine Glocke, anfangs sind die Kreise klein, wenn man ein Baby ist, dann dehnen sie sich aus, nehmen mehr und mehr Menschen und Aufgaben hinzu. Und mit dem Alter kommt man wieder mehr bei sich an. Deiner Omi und dir von Herzen alles Gute beim gemeinsamen Wachsen miteinander.
Gäste - Andrea Siedler am Freitag, 28. Juli 2017 11:27

Liebe Lara,
genau so wie Du es schreibst empfinde ich es auch. Ich kämpfe an vielen Fronten und bin oft an meinen Grenzen, oft am Rand der Verzweiflung. Aber wenn ich still werde und mein Herz öffne (das muss ich mir im Alltag schon bewusst wünschen) dann kann ich das Wunder wahrnehmen in meiner uralten Omi und es ist wahrlich ein ganz ganz großes Geschenk, jemanden begleiten zu können am Ende seines Lebens und bis zum Abschied und Übergang.

Wenn ich den Tod wie eine Geburt sehe, nur andersrum halt, dann wird es mir leichter um's Herz.

Ich wünsche Dir und Deiner verstorbenen Omi -wo immer sie jetzt sein mag, wir wissen es ja nicht- alles Gute und viel Liebe

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Liebe Lara, genau so wie Du es schreibst empfinde ich es auch. Ich kämpfe an vielen Fronten und bin oft an meinen Grenzen, oft am Rand der Verzweiflung. Aber wenn ich still werde und mein Herz öffne (das muss ich mir im Alltag schon bewusst wünschen) dann kann ich das Wunder wahrnehmen in meiner uralten Omi und es ist wahrlich ein ganz ganz großes Geschenk, jemanden begleiten zu können am Ende seines Lebens und bis zum Abschied und Übergang. Wenn ich den Tod wie eine Geburt sehe, nur andersrum halt, dann wird es mir leichter um's Herz. Ich wünsche Dir und Deiner verstorbenen Omi -wo immer sie jetzt sein mag, wir wissen es ja nicht- alles Gute und viel Liebe :)
Gäste - Petra Sood am Sonntag, 25. Juni 2017 18:44

Liebe Andrea, ich finde, wenn die Slowmotion Idee nur für dich und deine Großmutter geschrieben worden wäre, hätte sie sich schon gelohnt. Wie stark, dass du das in dieser Beziehung umsetzen kannst. Deine letzten beiden Zeilen berühren mich besonders. Danke!
ihr beide scheint ein wundervolles Paar zu sein.

Liebe Andrea, ich finde, wenn die Slowmotion Idee nur für dich und deine Großmutter geschrieben worden wäre, hätte sie sich schon gelohnt. Wie stark, dass du das in dieser Beziehung umsetzen kannst. Deine letzten beiden Zeilen berühren mich besonders. Danke! ihr beide scheint ein wundervolles Paar zu sein.
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