Tagebuch einer Kulmine-Anfängerin Teil 3: Der Alltag kehrt ein

In diesem Eintrag möchte ich berichten, wie schnell es bei mir ging, in eine gewisse Routine zu finden mit meinen Kulmines.

In meinem Kleiderschrank haben sie ihren Platz in einer Box: Aufgeteilt in Binden und Slipeinlagen, da ich manchmal, vor allem müde am Morgen, den Unterschied nicht sofort bemerke.
Hin und wieder denke ich mir, sie sind das farbenfroheste „Kleidungsstück", das ich trage. Nur dass es eben keiner sieht. 

Wenn ich während der Mens am Abend oder am nächsten Morgen eine Binde aus meiner Unterhose heraus nehme, wasche ich sie direkt am Waschbecken mit kaltem Wasser aus. Das dauert nicht sehr lange. Wenn ich dann zurück in mein Zimmer gehe und meine Wäsche in den Wäschekorb schmeiße, hänge ich die ausgewaschene Kulmine über dessen Rand, sodass sie dort trocknen kann. Da hängen sie dann und warten auf die nächste 60°C-Wäsche. Hin und wieder (je nach Bedarf) weiche ich Binden auch für ein paar Stunden oder einen Tag in einer Plastikbox ein, die ich dafür ausrangiert habe. Nach der 60°C Wäsche lasse ich die Kulmines auf der Heizung trocknen bis sie dann wieder in ihre Box im Kleiderschrank kommen. Und die Slipeinlagen wasche ich einfach ganz normal wie meine Unterhosen. 

Das alles finde ich sehr unkompliziert. Und im Gegenzug kann ich auf unnötigen Müll und vor allem Chemie und Plastikmembrane verzichten. Worüber ich mir am Anfang auch den Kopf zerbrochen habe ist, was man macht, wenn man seine Binde in der Uni oder bei der Arbeit wechseln möchte. Bis jetzt bin ich noch nicht in die Situation gekommen, dass ich eine blutige Binde unterwegs wechseln wollte. Aber vorbereitet habe ich mich dennoch.
Dafür habe ich ein kleines Täschchen, in das ich eine wiederverschließbare Plastiktüte gelegt habe. Das sollte genügen, bis ich wieder Zuhause bin. 

Ich kann es nur jeder Frau empfehlen, sich um das Thema Gedanken zu machen. Sich zu überlegen, was dem eigenen Körper gut tut und ob herkömmliche Binden wirklich so eine gute Lösung sind. 

Zu Anfang klingt das mit den waschbaren Binden vielleicht noch kompliziert, aber je länger ich darüber nachgedacht habe und es dann ja auch einfach mal probiert habe, desto natürlicher erscheint es mir!

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Hast du Lust, die anderen Einträge des Tagebuchs zu lesen? Hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2!


Zyklusbeobachtung für Minimalistinnen
Levantiner Schwämmchen – wieso, weshalb, warum?
 

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