Motivation für die Arbeit an sich

​Wenn ich will, dann finde ich ganz schön viele Gründe, wieso ich momentan nicht anfangen kann, an mir zu arbeiten: Vielleicht habe ich gerade richtig viel zu tun. Oder ich will erstmal meinen Kopf frei bekommen, um dann durchzustarten. Manchmal scheint der Moment grade nicht der richtige zu sein und manchmal weiß ich auch einfach nicht, wo mir der Kopf steht.
Wer hat da noch Zeit, an sich zu arbeiten?

​Was ich aber mehr und mehr entdecke: Egal was die scheinbaren Gründe sind, eigentlich sind sie unwichtig.
Wenn ich mich entscheide, es wirklich zu machen, dann gibt es den richtigen Moment nicht. Oder andersrum: Jetzt ist der richtige Moment!
Denn wenn ich erst darauf warte, bis der Kopf mal so richtig frei ist, dann könnte ich vermutlich den Rest meines Lebens mit Warten verbringen.

Aber was steckt eigentlich hinter diesem "an mir Arbeiten"?
Bei mir waren das ganz verschiedene Baustellen. Zum Beispiel ging es ein bisschen um die Eltern, oder in der Uni lief es ziemlich zäh, auf der Arbeit gab es dann gleich mehrere Stolpersteine, mit meinem Körper war ich nicht zufrieden, mit dem Partner auch nicht und am wenigsten mit vielen meiner Angewohnheiten!
All das hat mir die Seele wirklich schwer gemacht. Also setzte ich mich hin und las Selbsthilfebücher und kluge Artikel im Internet und habe sogar eine Therapie gemacht.
Das alles waren meine Versuche, diese Themen zu be-arbeiten.
Und vielleicht kannst du dir schon denken, worauf es jetzt hinausläuft, weil es dir schon mal ähnlich ging: Nichts davon bliebt langfristig hängen, nichts veränderte sich wirklich.
Am Ende blieb das Gefühl, mit den gleichen Problemen an der gleichen Stelle zu stehen. Ich wollte ja etwas ändern, nur wie? Und weil ich nicht wusste, wie es nun genau ging, habe ich den Zeitpunkt, an dem sich was ändern soll, in die Zukunft verschoben. 

Was ich dann in der Arbeit mit Petra in ihren Seminaren erlebt habe: Je mehr ich mir erlaube, zu sagen: Ich darf bleiben, wie ich bin. Es ist mein Umgang mit all dem, was ich ändern will.
Je öfter ich mich nun darauf ausrichte und meinen Fokus auf diesen Umgang lege und gleichzeitig aufmerksam mit mir und meinen Bedürfnissen bin... Desto mehr merke ich, wie sich dann die positiven Aspekte dieser Arbeit (denn es ist Arbeit!) selbstverständlicher und langfristiger an meinem Leben zeigen.
Im Allgemeinen sind die Probleme vieler Menschen dann doch ziemlich ähnlich und nicht so außergewöhnlich, wie man es selbst manchmal denkt. Und viele Menschen versuchen ihr Leben zu verändern oder ihren Alltag gesünder, lebendiger und liebevoller zu erleben und benutzen dabei verschiedene Hilfsmittel.
Die Vorschläge, die du hier im Blog, aber auch bei Kulmine On Tour findest, sind nur eine von vielen Möglichkeiten einen Einstieg in die Arbeit an und für sich zu finden.
Aber du wirst selten einen Ort finden, bei dem es so persönlich und lustig und doch immer ernsthaft zugeht!


Möge es schön sein!
Wenn das alte Ich zerstäubt
 

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