Warum die Hela mehr ist als nur eine Stoffbinde
Von der Idee einer Kundin zum Kulmine Produkt
Eine unserer Kundinnen schätzte die praktischen Faltbinden von Kulmine ganz besonders. Sie hat mehrere Töchter und somit war der Bedarf an Stoffbinden und Stoffslipeinlagen immer groß. Als einmal Ebbe in der Haushaltskasse herrschte, begann sie, ihre Faltbinden für sich und ihre Töchter selbst zu nähen. Sie experimentierte ein bisschen, um ihren Wunsch nach einer Faltbinde umzusetzen, die wie eine Flügelbinde Halt im Slip hat.
Eines Tages bekam Kulmine Post: Die Kundin schickte uns ihre Schnittvorlagen und fragte, ob wir Interesse hätten, die Faltbinden mit Steg in unser Sortiment aufzunehmen. Wie bei vielen Ideen und Wünschen unserer Kund*innen überlegten wir, änderten den Schnitt ein wenig, nähten, testeten – und waren begeistert!
Weil uns die Idee zur Hela geschenkt wurde, wollten wir mit ihr etwas machen, das über Kulmine hinausgeht.
PETRA SOOD, Gründerin von Kulmine
Die Hela weltweit – ein Projekt mit Wirkung
In vielen Ländern sind Frauen und Mädchen während ihrer Menstruation vor besondere Herausforderungen gestellt. Neben kulturellen Tabus rund um die Menstruation ist oft auch der Zugang zu Hygieneartikeln ein Problem. So gibt es zum Beispiel viele Mädchen, die während der Menstruation die Schule verpassen oder sie aufgrund mangelnder Möglichkeiten zur Monatshygiene vollständig verlassen müssen.
Überall dort, wo Wasser verfügbar ist, bieten waschbare Binden und Slipeinlagen eine nachhaltige, müllfreie und kostengünstige Alternative zu teuren oder schwer erhältlichen Einwegprodukten. Mit unserer Hela-Nähanleitung möchten wir soziale Projekte unterstützen und dazu beitragen, Stoffbinden und Stoffslipeinlagen noch mehr Menschen zugänglich zu machen.
Auf die unterschiedlichen Schwierigkeiten für menstruierende Frauen und Mädchen macht der »Menstrual Health Day« (Menstruations-Gesundheitstag) jährlich aufmerksam. 2016 haben wir zu diesem Anlass deshalb erstmals das Stoffbinden-Schnittmuster für die Hela von Kulmine kostenlos und weltweit für nicht-kommerzielle Zwecke und Projekte zur Verfügung gestellt. Auch Frauen, die es sich aktuell nicht leisten können, Stoffbinden oder waschbare Slipeinlagen zu kaufen, erhalten so die Möglichkeit, ihre Menstruationshygiene selbstbestimmt in die Hand zu nehmen – indem sie sich ihre Binden und Slipeinlagen einfach selbst nähen.
Denn hinter der Hela steckt mehr als ein Schnittmuster und eine Nähanleitung: Sie steht für Selbstbestimmung, Nachhaltigkeit und globale Zugänglichkeit.
Wird die Hela dein nächstes Stoffbinden-Nähprojekt?
Vorteile der Hela Stoffbinde/Stoffslipeinlage
Mit ihren besonderen Eigenschaften ist die Hela Stoffbinde nicht nur einzigartig im Alltag, sondern auch eine tolle Vorlage, wenn du Stoffbinden oder Stoffslipeinlagen selber nähen möchtest:
- Ohne Druckknöpfe und super bequem: Die Hela kommt komplett ohne Druckknöpfe aus und ist sehr angenehm zu tragen. Sie wird einfach um den Mittelsteg des Slips gelegt und findet in vielen Slips guten Halt. Du spürst sie kaum – nichts raschelt, reibt oder lässt dich schwitzen.
- Wendbar und praktisch unterwegs: Du hast die Möglichkeit, zwischendurch eine unbenutzte Seite der Hela nach oben zu falten, ohne gleich die ganze Slipeinlage oder Stoffbinde wechseln zu müssen – praktisch für unterwegs.
- Vielseitig kombinierbar: Die Hela lässt sich vielfältig und flexibel mit anderen Stoffbinden und Stoffslipeinlagen kombinieren. Du kannst sie z.B. als zusätzlich saugende Lage in einer anderen Binde nutzen oder umgekehrt mit Einlagen ergänzen.

Allgemeine Vorteile von Stoffbinden & waschbaren Slipeinlagen
Moderne Stoffbinden und waschbare Slipeinlagen sind, wie der Name schon sagt, waschbare, wiederverwendbare Binden – meist aus Baumwolle oder anderen Naturfasern – und damit perfekt geeignet für deine umweltbewusste Periode. Sie sparen viel Müll und schonen langfristig deinen Geldbeutel. Hier die wichtigsten Pluspunkte von Stoffbinden & Co. gegenüber Wegwerfbinden:
- Nachhaltig und kostensparend: Schon 5–7 wiederverwendbare Binden genügen, um im Laufe der Jahre etwa 1000 Einwegprodukte (Binden oder Tampons) zu ersetzen. Dadurch sparst du dir auf Dauer jede Menge Geld – und der Umwelt jede Menge Müll. Stoffbinden gehören damit zu den nachhaltigsten Monatshygiene-Produkten überhaupt.
- Atmungsaktiv (luftdurchlässig) und geruchsarm: Im Vergleich zu herkömmlichen Wegwerfbinden mit Kunststoffschicht sind waschbare Binden aus Baumwolle wesentlich weniger schweißtreibend und kleben nicht unangenehm am Körper. Solch Kulmine luftdurchlässige Slipeinlagen lassen die Haut atmen und verhindern nahezu jede Geruchsbildung, da das Menstruationsblut nicht mit Plastik oder synthetischen Stoffen in Verbindung kommt – nicht mehr, als es ein Slip tun würde.
- Hautfreundlich und frei von Chemie: Stoffbinden bestehen aus natürlichen Materialien (idealerweise Bio-Baumwolle) und kommen ohne Kunststoffe, Duftstoffe, Gel-Kern oder ähnliche Zusätze aus. Empfindliche Haut reagiert auf die weichen Naturfasern meist deutlich besser als auf synthetische Wegwerfprodukte – Juckreiz oder Hautirritationen treten seltener auf.
- Hoher Tragekomfort: Ohne Klebestreifen und knisternde Folien fühlen sich Stoffbinden für viele Frauen viel bequemer an. Nichts raschelt, und der Stoff passt sich der Körperform geschmeidig an. Viele Anwenderinnen berichten, dass sich Stoffbinden kaum von herkömmlichen Binden unterscheiden – oder sogar angenehmer zu tragen sind.
- Weniger Geruch: Weil Stoffbinden atmungsaktiv sind, entsteht kaum unangenehmer Geruch – das Blut oxidiert weniger als in Plastikbinden und riecht dadurch deutlich schwächer oder gar nicht. Frische Luft für die Vulva!
- Vielseitig einsetzbar: Du kannst Stoffbinden und Stoffslipeinlagen je nach Saugstärke für verschiedene Zwecke nutzen – nicht nur für die Menstruation. Auch als Wäscheschutz bei Ausfluss, als Backup zur Menstruationstasse, bei leichter Blasenschwäche (Inkontinenz) oder im Wochenbett nach der Geburt leisten sie wertvolle Dienste.
Warum Kulmine keine Menstruationsunterwäsche anbietet
Menstruationsunterwäsche wird mittlerweile von vielen als praktische Alternative zu Wegwerfbinden, Stoffbinden oder waschbaren Slipeinlagen gesehen. Bei Kulmine verfolgen wir jedoch einen anderen Ansatz – aus gutem Grund: Bislang ist uns keine Menstruationsunterwäsche bekannt, die komplett auf Kunststoff oder geruchshemmende Zusätze verzichtet. Wir setzen bewusst auf Materialien, die hautfreundlich, atmungsaktiv und ökologisch unbedenklich sind – vor allem auf reine Bio-Baumwolle. Während die Kulmine Stoffbinden und waschbare Slipeinlagen flexibel genutzt und bei Bedarf einfach gewechselt werden können, muss bei einem durchgebluteten Slip das gesamte Höschen ausgetauscht werden – besonders unterwegs ist das oft unpraktisch. Bei richtiger Anwendung sind Stoffbinden aus Baumwolle genauso sicher – ein kompletter Slipwechsel ist also gar nicht nötig.
Warum eignet sich die Hela Stoffbinde gut zum Selbstnähen?
Da die Hela nur aus Stoff besteht und keine weiteren Materialien benötigt, ist sie ideal für alle, die eine Stoffbinde oder Slipeinlage selber nähen wollen. Du brauchst keine Druckknöpfe, keine spezielle Beschichtung – nur Nadel, Faden und passenden Stoff. Auch das kostenlose Schnittmuster von Kulmine macht das Nachnähen leicht. Es eignet sich sowohl für Stoffslipeinlagen als auch für Stoffbinden. Du kannst zwischen drei Größen wählen und die Stärke durch die Art des Stoffes und die Anzahl an Stofflagen selbst bestimmen. So lässt sich die Hela individuell an deine Bedürfnisse anpassen – von dünner Slipeinlage bis saugstarker Nachtbinde.

🧵 Tipp: Du hast dich gerade ausführlich über die Hela-Nähanleitung informiert, doch dein perfektionistischer Anspruch hält dich noch vom ersten Schritt ab? Bevor du deine Nähmaschine startest, überzeug dich doch erst einmal davon, wie sich echte Premium-Qualität anfühlt – mit den waschbaren Stoffbinden von Kulmine, bei denen jedes Detail stimmt.
Keine neuen Stoffe nötig – Upcycling alter Textilien
Für die Hela Stoffslipeinlage brauchst du keine neuen Stoffe zu kaufen. Getragene Kleidung und Textilien aus reiner Baumwolle wie T-Shirts, Bettwäsche oder Handtücher eignen sich ideal zum Nähen neuer Binden. Wichtig ist: Verwende 100 % Naturfasern und verzichte auf Synthetik. Baumwollstoffe haben eine gute Saugkraft und lassen die Haut atmen. So nähst du dir im Handumdrehen eine Slipeinlage aus Baumwolle waschbar und immer wieder verwendbar, und gibst alten Lieblingsstücken ein neues Leben (Upcycling). 🌱
🌿 Nachhaltig ohne Nähen?
Der Gedanke, eigene Stoffbinden zu nähen, begeistert dich – aber dein Terminkalender lässt es gerade einfach nicht zu? Das verstehen wir gut! Genau deshalb bietet dir Kulmine liebevoll gefertigte Stoffbinden aus hochwertiger Bio-Baumwolle an, die sofort bereit sind, deinen Alltag nachhaltig zu bereichern.
Nähanleitung Schritt für Schritt: Stoffbinden und Slipeinlagen selber nähen
Benötigte Zeit: 1 Stunde
Folgend findest du die Schritt-für-Schritt-Anleitung für deine Hela-Stoffbinde – mit vielen Tipps und einem kostenlosen Schnittmuster für Stoffbinden und Slipeinlagen. Viel Spaß beim Nähen!
- Materialien und Werkzeuge
Materialien:
— Stoff oder Stoffreste (z. B. Baumwolljersey, Flanell, Molton)
— Nähgarn für die Nähmaschine
— Alternativ: Stickgarn, wenn du von Hand nähen möchtest
Werkzeuge:
— Stecknadeln oder Stoffklammern
— Schneider*innenkreide (oder einen anderen geeigneten Stift)
— Stoffschere oder Rollschneider
— Anleitung & Schnittmuster von Kulmine (ausgedruckt)
— Nähmaschine
— Alternativ: Näh- oder Stopfnadel mit scharfer Spitze (für Handnaht) - Schnittmuster vorbereiten
Lade das Schnittmuster für die Stoffbinde Hela oder die Stoffslipeinlage Hela herunter und drucke es aus. Achte darauf, dass bei den Druckeinstellungen das Häkchen bei »tatsächliche Größe« gesetzt ist. Oben rechts im Schnittmuster findest du ein Kontrollkästchen – auf dem Ausdruck sollte dieses genau 5×3 cm groß sein (zur Maßkontrolle).
Entscheide dich für die gewünschte Größe deiner zukünftigen Stoffbinde oder Stoffslipeinlage und schneide diese Form sauber aus dem Schnittmuster aus.
- Stoffe auswählen
Nimm am besten saugfähige und atmungsaktive Naturstoffe. Wenn du Second-Hand-Materialien (z.B. alte Kleidung) nutzt, kannst du sichergehen, dass sie bereits schadstofffrei sind und nicht mehr einlaufen. Du möchtest lieber neue Stoffe verwenden? Achte darauf, dass sie möglichst gleich stark einlaufen – oder wasche sie vorsorglich einmal vor.
Besonders gut geeignet sind flauschige Baumwollstoffe wie Flanell oder Molton, denn diese sind angeraut. Dadurch fühlen sie sich weich an und nehmen Flüssigkeiten besonders schnell auf. Flanell und Biber findest du zum Beispiel bei alten Holzfällerhemden, Schlafanzügen oder Bettwäsche. Auch Jersey (T-Shirt-Stoff) oder andere weiche, saugfähige Naturstoffe sind für den Außenstoff deiner Binde möglich. Für mehr Saugstärke in der Zwischenlage eignen sich z.B. Molton oder Frottee (alte Handtücher oder Bademäntel). Alternativ kannst du einfach mehrere Lagen deines Außenstoffes übereinander verwenden.
PUL brauchst du nicht: Wenn du auf einen guten saugfähigen Füllstoff setzt, ist eine zusätzliche Schicht PUL (Polyurethane laminated) nicht notwendig.
Was zunächst vorteilhaft klingt mag – eine wasserdichte Schicht in der Binde – entpuppt sich oft als Nachteil: PUL kann ein schwitziges Gefühl verursachen und sogar Pilzinfektionen begünstigen. Deshalb verzichten wir bewusst auf PUL in unseren Stoffslipeinlagen und Stoffbinden. Reine Baumwollprodukte sind ausreichend auslaufsicher und viel atmungsaktiver.
Wir empfehlen: 2 bis 7 Stofflagen verwenden. Die Anzahl der Lagen entscheidest du je nach gewünschter Saugkraft und Verwendungszweck – ob als leichte Stoffslipeinlage zum Wäscheschutz oder als saugstarke Stoffbinde für Menstruation oder Blasenschwäche. Die genaue Zahl hängt von der Dicke deiner Stoffe und der Leistungsfähigkeit deiner Nähmaschine ab. Wichtig ist, dass deine Maschine problemlos durch alle Lagen nähen kann. Und denke daran: Sowohl die Stoffbinde Hela als auch die Stoffslipeinlage Hela liegen am Ende doppelt, da sie um den Slipsteg gefaltet wird – dadurch verdoppelt sich die Gesamtzahl der Lagen im fertigen Produkt.
💡Tipp: Wenn du zu den Frauen gehörst, bei denen Blut nur schwer aus Stoff auszuwaschen ist, wähle dunkle Stoffe für die Außenseite deiner Binde – dann sieht man eventuelle Verfärbungen später nicht so deutlich.
- Zuschneiden und Anzeichnen
Falte deinen Stoff so, dass ein Stoffbruch (Knickkante) entsteht, und lege das Schnittmuster mit der kurzen geraden Seite an diese Bruchkante. Fixiere das Papierschnittmuster mit ein paar Stecknadeln am Stoff und umrande die Form mit Schneiderkreide oder einem Stift.
Anschließend schneidest du den Stoff entlang der angezeichneten Linie aus. Alternativ kannst du auch direkt mit der Schere oder dem Rollschneider an der Papierform entlang schneiden (wenn du sicher im Ausschneiden bist).
Wiederhole diesen Zuschnitt für alle benötigten Lagen deiner Slipeinlage oder Binde, z. B. einmal aus dem Innenstoff (im Beispiel etwa ein altes Geschirrhandtuch) und zweimal aus dem Außenstoff (z.B. ein ausrangiertes T-Shirt).
❗Wichtig: Folge dem Schnittmuster möglichst genau und schneide sauber an den Kanten entlang. Nur so passen alle Teile später exakt aufeinander, was das Zusammennähen erleichtert und unschöne abstehende Ränder verhindert.
- Lagen aufeinander stecken
Lege alle zugeschnittenen Stofflagen in der richtigen Reihenfolge aufeinander – unten der Außenstoff (schöne Seite nach unten), in der Mitte der Innenstoff und oben wieder der Außenstoff (schöne Seite nach oben). Achte darauf, dass die schönen Stoffseiten außen liegen, damit sie später sichtbar sind. Stecke nun die Stoffschichten mit Stecknadeln oder Stoffklammern sorgfältig aufeinander fest, damit nichts verrutscht.

- Mit der Nähmaschine nähen
🪡 Hinweis: Du hast keine Nähmaschine? Dann überspringe diesen Schritt und nähe deine Hela einfach komplett von Hand weiter (siehe nächster Abschnitt).
Wähle an deiner Nähmaschine einen geeigneten Stich aus. Optimal eignet sich ein Overlock- oder schmaler Zickzackstich (in unserem Beispiel wurde ein mittelgroßer Zickzackstich gewählt). Stelle die Stichbreite eher klein ein – je kleiner der Zickzack-Stich, desto sorgfältiger werden die Stoffränder umnäht (versäubert). Achte darauf, dass die Nadel beim Zickzack immer abwechselnd einmal in den Stoff und einmal daneben ins Leere sticht (so umfasst der Stich den Rand).
Setze die zusammengesteckte Hela unter das Nähfüßchen und beginne etwas unterhalb einer der seitlichen Rundungen mit dem Zusammennähen aller Lagen. Vernähe die Naht gleich zu Beginn, indem du erst ein paar Stiche vorwärts und dann wieder rückwärts nähst. Nähe anschließend einmal rund um die ganze Hela herum. Am Ende der Runde die Naht wieder verriegeln (durch ein paar Rückwärtsstiche).
Sollten jetzt noch kleine Unebenheiten sichtbar sein, z. B. wenn irgendwo eine untere Stofflage übersteht, kannst du diese einfach vorsichtig abschneiden, um die Kanten auszugleichen.
💡Tipp: Wenn du einen elastischen Stoff wie Jersey (z. B. von einem alten T-Shirt) verwendet hast, nimm am besten eine Jersey-Nadel für das Nähen. Diese spezielle Nadel verhindert große Einstichlöcher und schont den elastischen Stoff.
- Ohne Nähmaschine? Kein Problem: Von Hand nähen
Benötigte Zeit (von Hand): ca. 2 Stunden
Die Hela kann auch komplett von Hand genäht werden. Als Nadel eignet sich eine stabile Stopfnadel mit scharfer Spitze. Als Garn kannst du normales Stickgarn verwenden (das ist reißfest genug).
💡 Keine Zeit zum Nähen?
Du magst das Prinzip der Hela-Slipeinlage, aber Nähen ist gerade keine Option? Schau dir die waschbaren Slipeinlagen von Kulmine an – die perfekte Kombination aus Nachhaltigkeit, Komfort und Alltagstauglichkeit!
Beginne mit dem sogenannten Schlingstich (auch Feston- oder Langettenstich genannt): Steche die Nadel von vorne durch alle Stofflagen und lasse beim ersten Einstich ein gutes Stück Fadenende übrig (damit du es am Schluss mit dem anderen Ende verknoten kannst). Steche nun immer von vorne nach hinten durch die Stoffkante und achte darauf, dass der Faden des vorherigen Stichs hinter der Nadel liegt, bevor du den nächsten Stich durchziehst (siehe Bild/Schema eines Schlingstichs). So entsteht rund um die Kante ein gleichmäßiges Schlingstich-Muster, das den Rand versäubert. Ziehe den Faden nicht zu fest an, damit der Rand der Binde seinen flachen Umfang behält – sonst wölbt sich das Ergebnis, besonders an den Rundungen und bei dünnem Stoff.
Am Ende der Runde verschließt du die Naht, indem du die beiden Fadenenden mit einem Kreuzknoten verbindest. Dafür machst du zuerst einen normalen Doppelknoten. Dann legst du das nach hinten zeigende Fadenende hinter das vordere Ende und machst noch einen Knoten wie gewohnt. Es bilden sich zwei symmetrische, ineinander liegende Schlaufen – so ist der Kreuzknoten perfekt. 🎀
💡Tipp: Halte die Fadenlänge beim Handnähen bei etwa 60 cm. So verhinderst du, dass sich der Faden beim Durchziehen verknotet oder verheddert.
Die Stoffe und das Garn auszuwählen, gefällt mir besonders gut: da kann man tolle Farbkombinationen finden und ausprobieren.
MELA KÜHNLEIN, Ehemalige Mitarbeiterin von Kulmine
Tipps zum Stoffbinden-Nähen
🪡🧵 Stoffbinden verarbeiten
Elastischer Stoff (z.B. von dünnen T-Shirts) lässt sich oft nicht gut mit einer Linie anzeichnen, da er sich beim Markieren dehnt. Eine Workshop-Teilnehmerin hatte den passenden Trick: Statt mit Strichen markierst du mit Punkten. Setze die Schneiderkreide in kurzen Abständen punktuell an (durch leichtes Drücken und Drehen des Stifts). So verhinderst du, dass der dehnbare Stoff verzerrt, und hast trotzdem eine gut sichtbare Markierung zum Zuschneiden.
Wenn du nach »Schlingstich nähen« (englisch: blanket stitch) suchst, findest du viele Anleitungen und Videos, die das Nähen von Hand anschaulich zeigen. So kannst du Schritt 6 auch als Nähanfänger*in gut nachvollziehen.
🌸 Stoffbinden gestalten
Durch bunte oder gemusterte Stoffe und kontrastfarbenes Garn entstehen kreative Designs. Gestalte deine Hela ruhig farbenfroh – Hauptsache, die Stoffe sind aus reiner Baumwolle. Du kannst jede Seite der Hela aus einem anderen Stoff nähen, um später sofort zu erkennen, welche Seite bereits benutzt wurde.
Tipp: Nähe ein kleines Muster oder Zeichen (z.B. ein X) auf eine Seite, um Vorder- und Rückseite zu markieren. So kannst du deine Hela beim Wechseln unterwegs wenden und weißt trotzdem noch, welche Seite schon oben war.
💡💦 Stoffbinden waschen und aufbewahren
Stoffbinden zu waschen ist aus hygienischer Sicht genauso unbedenklich wie das Waschen von Unterwäsche. Wir empfehlen, waschbare Stoffbinden aus Baumwolle bei 40 bis 60 °C in der Maschine zu waschen. Auch eine 95 °C-Wäsche ist ab und zu möglich, aber im Alltag nicht nötig – bei 60 °C werden alle Keime abgetötet. Am besten wäschst du deine Binden gesammelt mit Handtüchern oder anderer 60 °C-Wäsche.
👉 Du willst genau wissen, wie du deine Kulmine Stoffbinden und waschbaren Slipeinlagen richtig pflegst und aufbewahrst? Dann schau dir unseren ausführlichen Ratgeber zum Thema: Stoffslipeinlagen waschen und aufbewahren an.
Kulmine-Stoffslipeinlagen und Stoffbinden kaufen
Im Kulmine Onlineshop findest du sowohl die Stoffslipeinlage Hela als auch die Stoffbinde Hela – professionell gefertigt aus hochwertiger Bio-Baumwolle – sowie viele weitere Modelle. Schau gerne mal vorbei. ☺️
Mehr als Nähen: Mitmachen und globale Wirkung
Zum Abschluss laden wir dich ein: Mach mit und teile deine Erfahrungen! Wir freuen uns sehr über Bilder und Berichte von Projekten und Personen, die unser Hela-Schnittmuster nutzen, um Frauen weltweit zu stärken und ihnen das Menstruieren zu erleichtern. Wenn das Schnittmuster öffentlich und für soziale Zwecke verwendet wird, bitten wir darum, darauf hinzuweisen, dass das Original von Kulmine stammt – so können alle nachvollziehen, woher die Hela-Idee kommt, und wertschätzend damit umgehen.Du möchtest noch mehr tun? In einem Hela-Nähworkshop (frag uns gerne nach aktuellen Terminen) können Teilnehmende in kleinen Gruppen Stoffbinden nähen, sich kennenlernen und austauschen. Wenn du selbst einen Workshop organisieren möchtest – z. B. in deinem Laden, Kursraum oder Freundeskreis – unterstützen wir dich gerne mit Material, Informationen und Werbung. Melde dich dafür einfach bei uns – wir helfen dir, die Hela in die Welt zu tragen! 💜
FAQ – Stoffbinden & waschbare Slipeinlagen
Wasche deine Kulmine Stoffbinden und Slipeinlagen bei 40–95 °C in der Waschmaschine – idealerweise ohne Weichspüler und im Wäschenetz. Vor der Wäsche kalt ausspülen, bei Bedarf mit Gallseife behandeln. Die Kulmine Stoffbinden lassen sich ganz einfach an der Luft trocknen – bei Bedarf ist auch der Trockner möglich. Für maximale Hygiene reicht 60 °C völlig aus.
Verwende saugfähige Naturstoffe wie Flanell, Molton, Frottee oder Jersey. Auch Upcycling-Stoffe wie alte Handtücher oder Bettwäsche sind ideal. Je nach gewünschter Saugkraft kombinierst du mehrere Lagen.
Wie viele Stoffbinden, Stoffslipeinlagen oder waschbare Slipeinlagen du im Alltag brauchst, hängt ganz von deinem Körper, deinem Zyklus und deinen Gewohnheiten ab. Der persönliche Bedarf ist ähnlich wie bei Wegwerfbinden – nur das du deine waschbaren Begleiter immer wieder verwenden kannst. Zum Einstieg genügen 3 – 5 Stück.
Ja, bei richtiger Pflege sind Stoffbinden genauso hygienisch wie Unterwäsche. Nach dem Tragen einfach kalt ausspülen und bei 60 °C waschen.
Weitere Antworten findest du in unseren Shop-FAQ.









