Menstasse und Bidet – eine Lovestory

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Mit der Entdeckung der Menstruationskappe war ich begeistert – die Vorteile sind einfach bestechend: nicht austrocknend, keine Angst vor TSS, umweltfreundlich, ohne nässendes Rückholbändchen und selbst auf kurze Sicht kostensparend.
Nur eine Sache fand ich anfangs nicht so optimal … die Sache mit dem Saubermachen der Tasse. Aber ich habe einige Tipps gefunden, so dass ich auch damit jetzt sehr zufrieden bin.

Basiswissen

Erst einmal gibt es ein paar Basics, die wir auf unserer Infoseite zur Menstasse zusammengetragen haben. Wenn du neugierig bist, aber noch keinen Menscup ausprobiert hast, empfehle ich dir, diese Seite erstmal in Ruhe durchzulesen. 

​Hier nochmal in Kürze, wie man den Cup reinigt:
Den Inhalt der Menskappe kann man direkt in die Toilette geben. Manchmal lässt sich das Blut nicht so leicht wegspülen, da es schwerer als Wasser ist. Das kann man umgehen, indem man ein Stück Papier in die Kloschüssel legt und erst dann das Blut darüber leert. Noch praktischer ist es, wenn man direkt ein Waschbecken in Reichweite hat, dann kann man den Cup da entleeren. Das erleichtert auch das Ausspülen des Cups und das Händewaschen.
Dazu nimmt man kaltes oder lauwarmes Wasser (letzteres reinigt bei hohem Schleimanteil im Blut besser) und bei Bedarf noch etwas ph-neutrale Seife.
Wer mag, kann den Cup mit Wasser füllen, eine Handfläche drüberpressen und dann die Tasse mehrmals vorsichtig zusammendrücken und wieder aufploppen lassen. Dadurch werden die Löcher besonders leicht freigespült, so dass der Cup beim Einsetzen gut aufploppt und nicht so leicht überläuft.

Ideen für unterwegs
Außer Haus braucht es etwas mehr Erfindungsgeist:

  • Man kann den Cup mit einem Stück Toilettenpapier auswischen.
  • Es gibt auch spezielle Reinigungstücher für Menstassen.
  • Andere wiederum nehmen eine kleine, mit Wasser gefüllte Tupperdose oder ein Einwegglas mit, um den Cup darin sauber zu schütteln.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, eine kleine Wasserflasche zum Ausspülen zu nutzen (praktisch, um damit auch gleich Blut an anderen Stellen wegzuwaschen).

Danach kann die Tasse wieder eingesetzt werden.

​Die optimale Ergänzung: ein Bidet!

Von dieser Situation können einige Menstassenfrischlinge berichten: man entfernt den Cup und dann … landet das Blut-Schleim-Gemisch gefühlt überall!
Es ist im Kelch, an den Fingern oder an den Oberschenkeln und in der Keramik. Und nun?

Viele Frauen finden es deshalb angenehm, sich während der Mens auch tagsüber ab und an zu waschen – auch wenn einfaches Abwischen ausreichend ist. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • ein traditionelles Bidet (wie in vielen Ländern üblich, zum Beispiel Frankreich) oder ein Bideteinsatz für die Toilette
  • spezielle Duschaufsätze oder ein Anschluss an den Waschbeckenhahn
  • eine separate Po-Dusche (ich nenne es Hand-Bidet!) Es gibt sie fertig zu kaufen, aber auch eine simple 0,33l-PET-Flasche ist schnell dazu umfunktioniert. Wie, das erkläre ich in einem der nächsten Artikel.
  • ein einfacher Krug, Nasenspülkanne, Messbecher, Wasserflasche, Ballonbrause, Zimmergießkanne ...
  • oder direkt über den Wannenrand schwingen.
  • Es geht natürlich auch hierzulande ebenso luxeriös wie in Japan, wo Toiletten schon eine Wasch- und Fönfunktion eingebaut haben!

Für Zuhause habe mich zuerst für eine kleine, zitronengelbe Gießkanne mit einem langen Ausgießhals entschieden, die schön harmlos im Badezimmer rumsteht. Später kam ein selbstgebautes Handbidet dazu und kleine, waschbare Tücher zum Abtrocknen.

Mit dieser rundum praktikablen Lösung, reinige ich mich mittlerweile nicht nur während der Mens sondern nach jedem Toilettengang, da ich das frische Gefühl zu schätzen gelernt habe. Manche Frauen nutzen die unkomplizierte, schnelle Wasserreinigung auch gerne vor dem Sex.

Wasch-Techniken
Jede kann für sich selbst herausfinden, wie das mit der schnellen Wäsche am besten funktioniert, schließlich ist jede Anatomie anders und auch die Utensilien, die man nutzt. Als Anregung stelle ich hier meine zwei Favoriten vor.

Waschen mit der Gießkanne: Die Kanne nicht zu voll mit Wasser füllen. Dann den Hals der Kanne vorne am Schambein ansetzen und das Wasser über die Vulva nach hinten laufen lassen, bei Bedarf mit der anderen Hand von hinten säubern. (Ich bekomme zumindest nicht beide Hände von der gleichen Seite zwischen den Beinen unter.)

Waschen mit dem Hand-Bidet: Hier hält man die Flasche oder Brause von hinten unter den Intimbereich und spült ihn ab. Mit der linken Hand bei Bedarf vorne durchgreifen und unter Einsatz von ausreichend Wasser abwischen. Ist der Strahl fest genug, reicht oft schon das Spülen mit der Flasche oder Brause. Mein Eindruck ist, dass die Variante mit einem Wasserstrahl etwas sparsamer im Verbrauch ist. 

Danach trocknet man sich ab. Das geht sowohl mit herkömmlichem Toilettenpapier als auch mit wiederverwendbaren Tüchern.
Bei waschbarem Stoff werden – je nach Größe – diese Tücher nur einmal benutzt oder täglich gewechselt.
Neben der Toilette steht bei mir nun eine schöne, ausrangierte Vase, in der die benutzten Bidettücher auf die nächste Wäsche warten.


Über die hierzu passenden, neuen Bidettücher von Kulmine berichten wir in wenigen Tagen!
Bestellen könnt ihr sie aber jetzt schon hier im Shop – und den Mooncup dazu.
Als eine weitere Alternative zum Tampon empfehlen wir außerdem das Levantiner Schwämmchen.

Bidettücher statt Toilettenpapier
Kleine Kreativpause!
 

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